Die Türkei und die Katar-Krise: Balanceakt zwischen Riad, Doha und Teheran

    Bisher ist es Ankara nicht gelungen, die Katar-Krise auf diplomatischem Wege einzudämmen, vielmehr hat sich die Türkei nach anfänglichem Zögern explizit hinter Doha gestellt und riskiert somit zunehmend, ihre Nahost- bzw. Aussenpolitik der letzten Jahre über Bord zu werfen. Saudiarabien erklärte bereits mehrmals, dass es eine türkische Militärbasis auf dem Boden seines Nachbarstaates weiterlesen…

Das Wahlverhalten der türkischen Diaspora als Konsequenz des weltweiten Rechtsrucks

  Zahlreiche Politiker, Journalisten und politische Beobachter attestierten vor, während und nach dem türkischen Referendum zur Änderung der bestehenden Verfassung türkischen Wählern in Europa und darüber hinaus einen Hang zum Autoritarismus. Unterschiedlichste Gründe wurden und werden für das Wahlverhalten vorgelegt. Beispielsweise, dass die politische Sympathie für Autoritarismus auf die anatolische Herkunft zurückzuführen ist oder die weiterlesen…

Unentdeckte Dichotomien in den Schriften Ismail Bey Gaspiralis?

  Ismail Bey Gaspiralı gehört zu den Gründervätern des türkischen Nationalismus. Dessen Schriften erfreuen sich in der Türkei einer großen Beliebtheit und wurden in den letzten Jahren in verschiedenen Editionen publiziert. Ismail Bey wird als Kosmopolit, Völkerverständiger oder Brückenbauer und vor allem als Vorbild vieler türkisch-nationalistischer Intellektueller ausgezeichnet. Der folgende Aufsatz versucht anhand türkischer Gaspiralı weiterlesen…

Machtkampf islamistischer Fraktionen

Der gescheiterte Putsch in der Türkei vom Juli dieses Jahres und die Folgen zeigen deutlich, dass die islamistische Szene in der türkischen Republik zutiefst gespalten ist. Die gemeinsame Macht- und Interessenpolitik verschiedener islamistischer Gruppen der letzten Jahre verblasst im Angesicht der Hobbesschen Vorgehensweise der AKP. Im politischen Zentrum steht derzeit der Kampf jeder gegen jeden. Weiterlesen weiterlesen…

Warum Erdogan hier so viele Anhänger hat

  Die Begeisterung vieler Deutschtürken für Erdogan irritiert die Bürger, die Politik kritisiert den Einfluss Ankaras auf den Moscheen-Dachverband Ditib in Deutschland. Die NZ sprach mit Dr.Hüseyin I. Çiçek, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Islam und Recht der Universität Erlangen.   Weiterlesen auf NZ

Hürden auf dem Weg zu einem Präsidialsystem: Erdoğans Strategie

  Eine trianguläre Allianz, bestehend aus der AKP, der MHP und dem türkischen Militär, soll Premierminister Erdoğan die Transformation des türkisch-parlamentarischen Systems in ein präsidiales ermöglichen. Verliererin wäre die kurdische HDP, die dann vom parlamentarischen Entscheidungsprozess ausgeschlossen wäre. Das ambitionierte politische Projekt des türkischen Premiers gefährdet den Frieden in Anatolien und belastet die türkisch-US-amerikanischen Beziehungen.